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Warum gerade Locus?

 

Der lateinische Ursprung des deutschen Wortes Lokus ist offensichtlich. Während im Deutschen dieser Begriff mittlerweile jedoch eher abfällig benutzt wird und damit nahe zur Gossensprache steht, ist er im Lateinischen und der damit verbundenen wissenschaftlichen Wortwahl immer noch ein Ausdruck der Hochsprache und damit auch der Hochkultur.

Präzise heißt es allerdings für den Ort der Notdurft nicht nur Locus sondern Locus Necessitatis. Im Kern geht es dabei jedoch um den Unterschied von Ort und Raum. Ein Locus ist kein abstrakter oder funktionaler Raum, sondern ein Ort des Lebens. Einer, der sich erst im Verhältnis zu den Menschen und umgekehrt der Menschen zu ihm ergibt. Er kann deswegen sowohl ein schrecklicher (Locus terriblis) als auch schöner (Locus amoenus) Ort sein. In unserem Falle ist er erst einmal einer der Notwendigkeit und nicht der Freiheit.
Da für uns jede menschliche Lebensäußerung  zugleich Kultur ist, zumindest aber sein sollte, ist für uns der Ort der Notdurft zwar ein Ort des Zwanges, aber nichts desto weniger auch ein Hort des guten Lebens. Einer, der deswegen nicht nur den funktionalen, sondern auch den ästhetischen Ansprüchen seiner Nutzer entsprechen sollte. Das meinen wir mit Locus. Deswegen wollen wir diesen Ort auch so benennen.

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